Nikolaussiegel2009Michael_Schatta[1]
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Duisburger-Nikolaus

(Der einzig wahre Duisburger Nikolaus)

 

Der Nikolaus, der am 6. Dezember Geschenke verteilt, erinnert uns an zwei historische Persönlichkeiten: an den Bischof Nikolaus, der im 4. Jahrhundert in Myra in Kleinasien (heute Türkei) lebte, und an den Abt Nikolaus von Sion, Bischof von Pinora, der im 6. Jahrhundert in Myra ein Kloster gründete.
Im Laufe der Zeit haben sich die Wundertaten und Legenden der beiden Bischöfe miteinander verwoben.

rettenbach-decke-nikolaus

(St. Nikolaus auf dem Deckengemälde
in Rettenbach)

Auf dem Konzil in Oxford im Jahre 1222 wurde der 6. Dezember als kirchlicher Feiertag für Nikolaus eingeführt. In Deutschland waren Köln und Trier die Hochburgen der Nikolausverehrung. Besonderes Ansehen genießt der Heilige auch in den Niederlanden (Sinte Klaas) und in Skandinavien. Über die englischsprechenden Länder wurde er schließlich als Santa Claus mit dem Christfest verbunden und gelangte so zur fragwürdigen Rolle des Weihnachtsmannes, der in der Heiligen Nacht mit dem Rentierschlitten durch die Luft fährt, durch den Kamin in die Wohnzimmer gelangt und den Kindern die Weihnachtsgeschenke bringt.
Im Volksglauben ist der gabenbringende Nikolaus oft von einem oder mehreren Gefährten begleitet. Am bekanntesten ist der Knecht Ruprecht. Vielfach wurden diese als eine Art Erziehungsmittel benutzt, um angeblich unartige Kinder einzuschüchtern. Eine Wurzel dieser Kinderschreckgestalten mag in einem vorchristlichen Dämonenglauben liegen.

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